2017 kam das "Landshut"-Wrack aus Brasilien zurück nach Deutschland. 2027 wird es nur für sechs Monate zu sehen sein.
Journalist & Autor
2017 kam das "Landshut"-Wrack aus Brasilien zurück nach Deutschland. 2027 wird es nur für sechs Monate zu sehen sein.
Die Bundeszentrale für politische Bildung hat "Landshut"-Zeitzeugen darüber informiert, dass die Ausstellung des "Landshut"-Wracks in Friedrichshafen nur sechs Monate dauern wird. Und zwar vom 18. Oktober 2027 bis 18. März 2028.
Ein langfristiger Betrieb des Lernortes sei auf Grund der angespannten Haushaltslage "bundesweit zu unserem großen Bedauern nicht möglich".
Der Hinweis auf die angespannte Haushaltslage erscheint mir, der maßgeblich an der Rückholung des Wracks aus Brasilien mitgewirkt hat, nicht schlüssig. Schon vor Jahren hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages zehn Millionen Euro für das Projekt bereitgestellt, verbunden mit der Aussicht, im Bedarfsfall "nachzulegen".
"Landshut"-Zeitzeugen kritisierten das verkopfte, mit Gaming-Elementen versehene Ausstellungskonzept von Anfang an. Die neue Leitung der Bundeszentrale für politische Bildung scheint diese Kritik mit einer Kurzzeit-Präsentation entkräften zu wollen.
Die Öffnung nur für wenige Monate macht die "Landshut"-Schau, für die auf Jahre ein Hangar am Flughafen angemietet wurde, mutmaßlich zum teuersten Ausstellungsprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik.
Weitere Beispiele zum Thema folgen.