Ich war schon früh politisch interessiert. Mein erstes Fernseherlebnis als Achtjähriger hatte ich mit dem Attentat palästinensischer Terroristen auf die israelische Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1972 in München.

Ich war schon früh politisch interessiert. Mein erstes Fernseherlebnis als Achtjähriger hatte ich mit dem Attentat palästinensischer Terroristen auf die israelische Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1972 in München.
Am Tag des Koalitionsbruchs von SPD und FDP, am 17. Oktober 1982, schwänzte ich den Unterricht. Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) eröffnete die Bundestagsdebatte. Als Helfer des „Medienlehrers“ im Gymnasium konnte ich nicht nur heimlich in einem Kabuff fernsehen, sondern auch die Debatte auf einen VHS- Rekorder aufzeichnen.
Am 1. Oktober folgte die Debatte vor dem Konstruktiven Misstrauensvotum, das Helmut Kohl (CDU) zum Nachfolger von Helmut Schmidt machte. Ich schnitt auch diesmal mit.
An irgendeinem Samstag des Jahres 1985 war ich als Wehrpflichtiger für die Bewachung der Theodor-Heuss-Kaserne in Stuttgart-Bad Cannstatt eingeteilt. Gemeinsam mit Kameraden leistete ich Schutz vor einer sogenannten Menschenkette, die Gegner des NATO-Doppelbeschlusses rings um den Gebäudekomplex bildeten.
Die Debatte um den Doppelbeschluss empfand ich vor allem als eine geistige. Der evangelische Pfarrer Heinrich Albertz rief „Fürchtet Euch!“, während der Initiator des Doppelbeschlusses, Helmut Schmidt das Bibelwort „Fürchtet Euch nicht!“ zitierte. Dieser Konflikt zog mich in Bann. Er war Anlass für meine Entscheidung, Politikwissenschaften zu studieren.
Buchtitel
Showdown in Mogadischu. Die „Landshut“-Entführung und Helmut Schmidts Krisenmanagement (2025)
Das Terror-Jahr 1977 stellte die Bundesrepublik Deutschland vor ihre bisher größte Belastungsprobe. Martin Rupps erzählt anhand vieler bisher unveröffentlichter Quellen die Geschichte dieser Wochen neu. Erstmals kann er tiefe Einblicke geben in das Denken und Handeln von Bundeskanzler Helmut Schmidt und den Mitgliedern des Kleinen und Großen Krisenstabs.
Engl.: Showdown against RAF terror. Chancellor Helmut Schmidt’s Crisis Management in the German Autumn (2025)
Kanzlerdämmerung. Wer zu spät kommt, darf regieren (2017)
Das Zuspätkommen der deutschen Bundeskanzler ist eine der bedeutendsten Kontinuitäten in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Analyse des Historikers Martin Rupps zeigt, dass in Deutschland zu spät kommende und zu spät gelöste Generationenkonflikte der verborgene Motor seiner politischen Entwicklung sind. Ein ebenso überraschender wie erhellender Blick auf die Geschichte seit 1949.
Der Lotse. Helmut Schmidt und die Deutschen (2015)
Kein anderer Politiker hat bei seinen Fernsehauftritten so hohe Einschaltquoten erzielt, keiner so viele Bücher verkauft wie Helmut Schmidt. Und obwohl seine Kanzlerschaft (1974 - 1982) lange zurückliegt, blieb seine Meinung in Politik und Öffentlichkeit bis zuletzt gefragt. Martin Rupps fragt nach den Gründen, die Helmut Schmidt zum immerwährenden Lotsen der deutschen Politik werden ließen.
Hörbuch: Martin. Rupps: Der Lotse. Helmut Schmidt und die Deutschen
Helmut Schmidt. Ein Jahrhundertleben (2013)
Helmut Schmidt zählt zu den bedeutendsten Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland. Für viele verkörperte er den Idealtyp des deutschen Regierungschefs: Erster Diener des Staates, unbestechlich in seiner Urteilsbildung, weltmännisch handelnd und von festen moralischen Überzeugungen getragen. Martin Rupps zeichnet das Leben des Alt-Bundeskanzlers nach.
Aktualisierte Taschenbuchausgabe
Helmut Schmidt - Der letzte Raucher. Ein Portrait (2011)
Heftiges Rauchen in die Fernsehkameras, dabei schnoddrig Fragen beantwortend - das ist Helmut Schmidt, wie wir ihn kennen und lieben. In Schmidt finden wir alles, was wir politisch wollen und derzeit nicht bekommen: Mut, Aufrichtigkeit, Einsatzwillen, Überparteilichkeit, Führungsstärke, Selbstlosigkeit. Ein Buch über das Idol Helmut Schmidt, seine Werte und Überzeugungen.
Helmut Schmidt: Mensch – Staatsmann - Moralist (2008)
Taschenbuchausgabe von „Helmut Schmidt. Eine politische Biografie“
Troika wider Willen. Wie Wehner, Brandt und Schmidt die Republik regierten (2004)
Sie waren die drei großen Sozialdemokraten der Bundesrepublik. Gemeinsam schrieben sie eine Erfolgsgeschichte ohnegleichen. Doch hinter den Kulissen brodelte es, wich der anfängliche Gleichklang heftigen Verstimmungen und schließlich bitterer Entfremdung. Erstmals nimmt Martin Rupps das angespannte Binnenverhältnis der legendären "Troika" Brandt-Wehner-Schmidt in den Blick.
Taschenbuchausgabe 2005
Helmut Schmidt. Eine politische Biografie (2002)
Helmut Schmidt, der fünfte deutsche Bundeskanzler, galt für viele als Idealtyp eines deutschen Regierungschefs. Seine Karriere wurde von Krisen begleitet - von der Flutkatastrophe in Hamburg, von einer tiefen Wirtschaftskrise, vom Terror der RAF, von der sowjetischen Aufrüstung. Doch erschöpfte sich seine Kanzlerschaft nicht im bloßen Krisenmanagement. Helmut Schmidt formulierte auch moralische Maßstäbe.
Helmut Schmidt: Politikverständnis und geistige Grundlagen (1997)
Unter den Kanzlern, die bislang die Bundesrepublik regierten, war Helmut Schmidt einer der facettenreichsten. In der öffentlichen Meinung galt er als „Macher“ und „Krisenmanager“ und füllte diese Rolle auch aus. Gleichzeitig berief er sich in seinem Handeln auf moralische und philosophische Überzeugungen, etwa auf die Ethik von Immanuel Kant oder die politische Theorie von Karl Raimund Popper.
Wissenschaftliche Aufsätze
Europa. Krisen als Chancen (2025)
Der Deutsche Herbst 1977 als Belastungsprobe gemeinsamer westeuropäischer versus nationale Interessen, in: Beverungen, Johannes (Hg.): Europa. Krisen als Chancen, Heidelberg 2025 (noch nicht erschienen)
Zeitbilder der Bundeszentrale für politische Bildung: Die „Landshut“ (2025)
Die Rückkehr der „Landshut“-Geiseln. Szenen einer Ankunft, in: Christoph Rasemann, Annette Vowinckel, Florian Zabransky, (Hg.): Zeitbilder der Bundeszentrale für politische Bildung: Die „Landshut“, Bonn 2025 (noch nicht erschienen)
Ein Water-Kant im Kanzleramt
Ein Water-Kant im Kanzleramt – der bekennende Kant-Fan Helmut Schmidt zwischen Häme und Heldenverehrung, in: Manuel Becker, Hendrik W. Ohnesorge/Theresa/Gerlach: (Hg.): Ein politisch-theoretischer Jubiläums-Sammelband anlässlich des 300. Geburtstages Immanuel Kants 2024, Baden-Baden 2025 (noch nicht erschienen)
Die Sache ausschießen
„Die Sache ausschießen.“ Helmut Schmidts Entscheidung zum „Landshut“-Sturm in Mogadischu 1977, in: Sven Felix Kellerhoff/Helmut Stubbe da Luz (Hg.): Vorbild Helmut Schmidt? Politische Führung in Krisen und Katastrophen, Hamburg 2024, S. 196-223
Wie es ein chinesisch-deutscher Professor in die „ZDF heute-show“ schaffte
Xuewu Gu, Helmut Schmidt und Mao Zedong. Wie es ein chinesisch-deutscher Professor in die „ZDF heute-show“ schaffte, in: Hendrik W. Ohnesorge (Hg.): Macht und Machtverschiebung. Schlüsselphänomene internationaler Politik. Festschrift für Xuewu Gu zum 65. Geburtstag, Berlin 2022, S. 25-36
Entscheidungsschlacht
Entscheidungsschlacht. Das emotionale Schema der Generation Helmut Schmidt im Deutschen Herbst 1977, in: Xuewu Gu/Hendrik W. Ohnesorge Der Faktor Persönlichkeit in der internationalen Politik. Perspektiven aus Wissenschaft, Politik und Journalismus, Wiesbaden 2021, S. 275-292
May the burden of your ordeal gradually fade from memory
Florian Jessensky/Martin Rupps: „May the burden of your ordeal gradually fade from memory”: Dealings with former Hostages of the Hijacked Lufthansa Aircraft “Landshut”, in: Terhoeven, Petra (Hg.): Victimhood and Acknowledgment. The Other Side of Terrorism (European History Yearbook; 2018; Volume 19, Berlin/Boston 2018, p. 77-101
Gesprächsbücher
Zusammen mit Volker Resing: Julia Klöckner: Zutrauen!
Ideen statt Ideologien. Was mir in der Politik wichtig ist (2015)
Im Gespräch mit Volker Resing und Martin Rupps gibt Julia Klöckner, Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2016, Auskunft über ihr Verständnis von Politik. Deutlich tritt ihre biographische Prägung, ihre Werte und politischen Ziele hervor. Ausgewählte Texte zeigen ihre Haltung auf verschiedenen Politikfeldern. Früher eine Seiteneinsteigerin, heute eine Hoffnungsträgerin – und morgen?
Frank A. Meyer: Es wird eine Rebellion geben
Was unsere Demokratie jetzt braucht. Gespräche mit Jakob Augstein (2014)
Was den Publizisten Frank A. Meyer dazu bewegt, an eine nahende Rebellion zu glauben, versucht er in seiner Publikation sachlich und erfreulich wenig polemisch aufzudröseln. Dies macht er nicht allein. Der Journalist, Buchautor und Verleger Jakob Augstein steht ihm zur Seite. Kritisch und spürbar wohlgesonnen begleitet er Meyer auf seiner Reise durch den IST-Zustand unserer modernen westlichen Welt.
Zusammen mit Johanna Stulle: Otto Herbert Hajek. Ein Leben im öffentlichen Raum (2002)
Johanna Stulle und Martin Rupps ehren den Ausnahmekünstler Otto Herbert Hajek 2002 anlässlich seines 75. Geburtstags mit einem Band, der nach der Person hinter dem Werk fragt. Thema ist auch der Mann des öffentlichen Lebens. Herzstück des Bandes sind Gespräche, die Weggefährten und Kenner seiner Arbeiten mit Hajek führten, darunter Max Bächer, Eugen Gomringer oder Manfred Rommel.